Selbstbestimmtes Wohnen im Alter:
Zwischen Autonomie und Begleitung im Alltag

In erster Linie ist das Kloster Marienwerder ein Zuhause für Konventualinnen, Stiftsdamen im Feierabend und Altäbtissinnen im Ruhestand aus dem Verwaltungsbereich der Klosterkammer Hannover. Die Landesbehörde und Stiftungsverwaltung unterhält 15 belebte Frauenklöster und Damenstifte in Niedersachsen.

Äbtissin Rosemarie Meding steht in der leicht geöffneten Kirchentür der Klosterkirche Marienwerder.

Äbtissin Rosemarie Meding im Portal der Klosterkirche Marienwerder, dem ältesten Gotteshaus Hannovers.
Foto: Klosterkammer/Kristina Weidelhofer

Nach einem aktiven Dienst in den Klöstern und Stiften können diese Damen ins Kloster Marienwerder einziehen. Uns ist wichtig, dass sie ihr Leben im Alter selbstständig und eigenverantwortlich gestalten können. Dazu gehört aus unserer Sicht eine geeignete Wohnung, in der ältere Menschen bis zum Lebensende wohnen können. Das ist nur möglich, wenn Hilfe im Alltag sowie Pflege nach Bedarf zur Verfügung stehen.

Sich in den eigenen vier Wänden sicher und umsorgt zu fühlen und in diesen auch begleitet sterben zu dürfen, das ist eine Sehnsucht vieler Menschen.

Unser Anliegen war und ist es, sich an den Menschen in unserem Kloster und ihren jeweiligen Bedürfnissen zu orientieren. Das christliche Menschenbild, das jeden Menschen als ein Geschöpf Gottes sieht, liegt unserem Handeln zu Grunde.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Ausrichtung des Klosters Marienwerder einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Menschen im Alter in unserem Kloster, einem besonderen Ort, selbstbestimmt und gut versorgt leben können.

Das Kloster Marienwerder ist über die Jahrhunderte hinweg für viele Menschen zu einem besonderen Ort geworden, an dem das heilsame Wirken Gottes auf unterschiedliche Weise erfahrbar wurde.

Ich vertraue darauf, dass Gottes Geisteskraft auch in Zukunft für all die Menschen spürbar wird, die in unserem Kloster wohnen oder zu Gast sein werden. Wir sind dankbar für alles, was in den vergangenen Jahren gewachsen ist und gespannt auf alles, was noch werden kann.

Äbtissin Rosemarie Meding

Foto: Melanie Seekircher