Friedhof

Der Friedhof des Klosters Marienwerder: Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden hier ausschließlich Mitglieder des Konventes, Familienangehörige des Klostergutspächters sowie Beamte der Klosterkammer bestattet.

Ein geschotterter Weg führt in einem leichten Schwung über den Friedhof Marienwerder mit Grabsteinen und Grabkreuzen.

Ein Weg über den Friedhof des Klosters Marienwerder. Foto: Micha Neugebauer

Eine wichtige Aufgabe der Klöster in vorreformatorischer Zeit war das Totengedenken. Mitglieder der Stifterfamilien durften sich in der Klosterkirche bestatten lassen. In Marienwerder hatten die Grafen von Roden dieses Recht, aber auch Familien wie die von Alten, auf die die ältesten an der Klosterkirche erhaltenen Grabplatten zurückgehen.

Mitglieder des Konventes konnten in dem vom Kreuzgang umgebenen Friedgarten bestattet werden, während für die zur Gemeinde Marienwerder gehörigen Laien ein Friedhof außerhalb der Klausur zur Verfügung stehen musste. In diesem Laienfriedhof hat der nördlich der Klosterkirche gelegene Friedhof seinen Ursprung. Heute ist die Anlage ein Privatfriedhof im Eigentum des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds.

Auf einer teils mit Efeu bewachsenen Fläche stehen Grabsteine und Grabkreuze, im Hintergrund sind Teile der Kirchenfassade in Marienwerder zu sehen.

Der Blick vom Friedhof auf die Klosterkirche Marienwerder. Foto: Micha Neugebauer

Jobst Anton von Hinüber (1718-1784), Amtmann auf dem Klostergut Marienwerder, begann 1767, einen Landschaftspark nach englischem Vorbild anzulegen. Die Klosterkirche und ihr Friedhof wurden in diesen einbezogen. Die Aufgaben des Friedhofs änderten sich, nachdem 1862 ein neuer Gemeindefriedhof für Marienwerder jenseits der Garbsener Landstraße eröffnet worden war. Auf dem Klosterfriedhof wurden nun noch Mitglieder des Konventes, Familienangehörige des Klostergutspächters sowie Beamte der Klosterkammer bestattet. Um 1900 erhielt der Friedhof ein geschwungenes Wegenetz, das seinen parkartigen Charakter bis heute prägt.

In den Jahren 2016 und 2017 ist der Friedhof unter Leitung der Abteilung für Bau- und Kunstpflege der Klosterkammer Hannover instandgesetzt worden.

Ahnenforschung in Marienwerder

Im Jahr 2015 hat Wolfgang W. Ewig seine genealogische Forschung zu den Grabzeichen des Klosters Marienwerder zu einem umfassenden Werk für die Klosterkammer Hannover zusammengestellt. Im Folgenden sind einige Fotos daraus sowie eine Übersicht über besondere Grabzeichen aufgeführt. Wer Interesse an der umfangreichen Untersuchung hat, wendet sich bitte an das Klosterbüro des Klosters Marienwerder.

Impressionen

Die folgenden Fotos sind während des Workshops "Click im Kloster" im Kloster Marienwerder entstanden.

Foto: Reinhard Streeck

Foto: Sybille Heller

Foto: Claudia Gerber